Erfahre, wie die Bergwacht 1920 im Münchner Hofbräuhaus als Naturschutzwacht startete und sich vom Schutz des Edelweiß zum modernen Rettungsdienst entwickelte.

Der Name 'Bergwacht' ist geblieben als ein Echo dieser frühen Tage, als es wichtiger war, eine Blume zu bewachen als eine Wunde zu versorgen.
Eine umfassende Lektion über die Bergwacht: Von ihren historischen Anfängen im Alpenraum bis hin zur heutigen Struktur, Organisation und den spezifischen Unterschieden zwischen den Bergrettungsdiensten in Deutschland (DRK Bergwacht) und Österreich (Österreichischer Bergrettungsdienst).







Die Bergwacht wurde offiziell am 14. Juni 1920 im Münchner Hofbräuhaus ins Leben gerufen. Die Gründer um Fritz Berger reagierten damit auf die veränderten Bedingungen in der Bergwelt nach dem Ersten Weltkrieg. Ursprünglich war die Organisation jedoch nicht als Rettungsdienst geplant, sondern fungierte als Sitten- und Naturschutzwacht, um die Ordnung und den Anstand im Gebirge sowie die bedrohte Flora der Alpen zu bewahren.
In ihren Anfangsjahren lag der Fokus der Bergwachtmänner primär auf dem Schutz seltener Pflanzen wie Edelweiß und Enzian. Da Wanderer diese Blumen oft büschelweise als Souvenirs ausrissen, bezogen die Wächter Posten an den Hängen, um die Natur vor dem Menschen zu schützen. Da sie keine Sanitäter waren, sondern Verstöße gegen den Naturschutz ahndeten, etablierte sich der Begriff der Blumen-Polizei für diese frühen Ordnungshüter.
Nach dem Ersten Weltkrieg stieg die Kriminalität in den Höhenlagen massiv an, was den Schutz der Bergwelt notwendig machte. Es kam vermehrt zu Wilderei, Viehdiebstahl und Einbrüchen in Almhütten, was die Gründer zur Tat schreiten ließ. Neben der Kriminalitätsbekämpfung war vor allem die Zerstörung der Natur durch rücksichtslose Wanderer ein zentraler Grund für die Entstehung dieser speziellen Wacht im Gebirge.
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